Verbundpartner der Dorfgemeinschaft 2.0 feiern mit Nachbarn des neuen Wohnquartiers „Am Marienpark“ Geburtsstunde der künftigen Zentrale

Das Konsortium des Verbundprojektes Dorfgemeinschaft 2.0 hat die Nachbarschaft des ehemaligen Marienkrankenhauses zur feierlichen „Geburtsstunde der Leitzentrale der Dorfgemeinschaft 2.0“ eingeladen. Die Zentrale befindet sich im ersten Obergeschoss in den Räumlichkeiten des ehemaligen Säuglings- und Schwesterndienstzimmers neben den Unterrichtsräumen der Fachschule für Altenpflege und steht dem Konsortium für Forschungszwecke zur Verfügung. Eine offizielle Bezeichnung der künftigen Zentrale wird noch gesucht.

Die Dorfgemeinschaft 2.0 begrüßt auf dem Balkon der Zentrale des neuen Wohnquartiers „Am Marienpark“ die Nachbarschaft: Franz Loth, Aufsichtsratsvorsitzender/Jürgen Thau, Geschäftsführer (EUREGIO-KLINIK Grafschaft Bentheim Holding GmbH/Bildungsstätte für Gesundheitsberufe), Ralf Hilmes, Aufsichtsratsvorsitzender (Caritas St. Marien Pflege GmbH/Förderverein), Norbert Hoffschröer, Dienststellenleiter (Malteser Hilfsdienst), Beatrix Wansing (Marien-Apotheke), Dirk Wortelen, Geschäftsführer/Birgit Sanders, Leiterin (Ev. Krankenhausverein Emlichheim/Fachschule für Altenpflege), Rolf Kappen (Vertreter der Ärzte), Manuel Hopp und Frau Rademaker (Grafschafter Küchenservice, ÖPE Ökumenischer Pflegedienst Emlichheim), Michael Bolz, Geschäftsführer (Ortho Reha), Gerrit Büter, David Korte, Michael Maas (MKH Projektentwicklungs GbR), Günter Meinderink (Malerunternehmen, Vorstand Kreishandwerkerschaft und Unterstützer). Foto: Franz Frieling

 

Vereinsvorsitzender Dr. Arno Schumacher zeigte sich besonders erfreut, dass die EUREGIO-KLINIK dem Verein Gesundheitsregion EUREGIO die Nutzung der Räumlichkeit als künftigen „Zentrale der Dorfgemeinschaft 2.0“ ermöglicht. „Wir danken besonders Franz Loth (Vorsitzender des Aufsichtsrates) und Jürgen Thau (Geschäftsführer) für die tatkräftige Unterstützung.“

Projektleiter Thomas Nerlinger erläuterte die Bedeutung dieser Entscheidung: „Wir möchten mit unserem Projekt älteren Menschen ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen.“ Der Steckbrief des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Forschungsprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0 – Das Alter im ländlichen Raum hat Zukunft“ sieht die modellhafte Entwicklung eines gesundheitsbezogenen Versorgungskonzeptes in der ländlichen Region Grafschaft Bentheim/Südliches Emsland vor. Zu diesem Konzept zählen insbesondere alltagsbezogene Dienste, die in den vier Lebensräumen die zukünftige Versorgung, Gesundheit & Pflege, Mobilität und das Wohnen im Zuge des demografischen Wandels verbessern sollen. Die bedarfsgerechte Vernetzung und Koordination der Dienste erfolgt sowohl digital über den „virtuellen Dorfmarktplatz“ als auch durch eine analoge „Leitzentrale“.

Anlässlich der Teilnahme als Aussteller am niedersächsischen Forschungstag am 06.05.2017 in Hannover stellten das Nds. Wissenschaftsministerium und die Volkswagenstiftung als Veranstalter den Gästen die provokante Frage: „Wärst Du in einer reinen virtuellen Welt glücklich?“ Die Antwort vieler Besucher sei ein eindeutiges „Nein“ gewesen. „Genau diese Sichtweise deckt sich mit unserem Projektansatz. Dorfgemeinschaft 2.0 steht als Synonym für eine offene Gemeinschaft auf dem Lande oder anders umschrieben: Jung & Alt in einer selbst bestimmten Mischung aus Tradition & Moderne und analog & digital“, so Nerlinger. Im ehemaligen Marienkrankenhaus ist die „Leitzentrale als physisches Zentrum“ des Projektes vorgesehen, um eine sektorenübergreifende Vernetzung mit den „Satellitenstützpunkten“ in unseren Pilotgemeinden zu erreichen.

„Im April 2015 fand die Abschlussveranstaltung der ersten Projektphase in der Cafeteria des ehemaligen Marienkrankenhauses statt. Caritasdirektor Franz Loth referierte seinerzeit zu den künftigen demografischen Herausforderungen für die ländliche Region. Heute feiern wir fast zwei Jahre später die Geburtsstunde der künftigen Leitzentrale im ehemaligen Schwesternzimmer der Geburtshilfe  – das ist zweifelsohne ein bedeutsames Ereignis für das Projekt. Bei der Entwicklung, Erprobung und Evaluierung unserer gemeinsamen Forschungskonzepte wird uns das weiteren Rückenwind geben“, so Nerlinger und ergänzt: „Das Interesse aus Berlin und Hannover an unseren Projektaktivitäten ist schon jetzt sehr groß. Daher ist es eine gute Entscheidung, die handelnden Akteure des neuen Wohnquartiers „Am Marienpark“ schon heute in unserer künftigen Zentrale zusammenzubringen. Innovation braucht schließlich Mut, Vertrauen und Freiraum – genau dieses kreative Umfeld finden wir hier vor.“

Daran knüpft auch die Aussage von Hans-Hermann Schönberger, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Caritas St. Marien Pflege GmbH Nordhorn e. V., anlässlich einer Veranstaltung am 14.06.2017 an: „Es ist ein großer Gewinn für Nordhorn, dass wir zukünftig im ehemaligen Marienkrankenhaus vielfältige Angebote für alte Menschen haben. Wir wollen diese Angebote unterstützen“, beschreibt  Schönberger das Ziel des am 24.04.2017 gegründeten Fördervereins. Der Förderverein hat sich verschiedene Aufgaben gestellt: „Wir wollen im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten Projekte unterstützen, die die Lebensqualität der Bewohner im Haus St. Marien steigern. Wir werden kulturelle und freizeitliche Angebote begleiten und die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden mit einer wiederkehrenden Danke-schön-Veranstaltung belohnen,“ erläutert Schönberger nach einer Pressemitteilung des Caritasverbandes.

2017-06-11 Zentrale für Dorgemeinschaft 2.0 Sonntagszeitung Grafschaft Bentheim

Fotos: Franz Frieling

      

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.