Projektpartner hält Vortrag auf Fachtag der LINGA in Hannover

Projektpartner hält Vortrag auf Fachtag der LINGA in Hannover

I.T. Out GmbH präsentiert SmartHome Starter Set „Mein Zuhause“

Hannover. In der vergangenen Woche wurde unser Projektpartner I.T. Out GmbH des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0 zu dem Fachtag der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) eingeladen. Nach einem Impulsvortrag des Geschäftsführers des Innovationszentrums Niedersachsens, Dr. Maik Plischke zum Thema soziale Innovationen betrat die stellvertretende Vorsitzende der 8.Altersberichtskommission der Bundesregierung, Junior-Prof. Dr. Claudia Müller die Bühne. Hierbei ging sie auf die Zielsetzung des 8.Altersberichtes ein, der sich mit dem Thema „Ältere Menschen und Digitalisierung“ beschäftigen wird. Dieser soll im November diesen Jahres in Berlin vorgestellt werden. Nach den Impulsvorträgen waren vier Fachforen durchgeführt worden. Hans-Peter Nickenig, als Geschäftsführer der I.T. Out GmbH, war als Referent in dem Forum: „Gesundheit, Altern und Digitalisierung“ Ressortübergreifend betrachtet“ eingeladen worden. Die Dorfgemeinschaft 2.0 befasst sich inhaltlich mit den vier definierten Lebensräumen: Gesundheit & Pflege, Mobilität, Versorgung und Wohnen. Gerade der Bereich Wohnen spielt hier eine entscheidende Rolle, da die Firma I.T. Out GmbH in Verbindung mit der ENO telecom GmbH ein SmartHome Starter Set „Mein Zuhause“ präsentierte. „Ziel dieses Produktes ist es den älteren Menschen ein möglichst langes Leben in ihren eigenen vier Wänden zu ermöglichen,“ so Hans-Peter Nickenig. Dabei sollen Sensoren im Haus über Aktivitäten informieren und somit Abnormalitäten aufdecken. Zudem könne durch die SmartHome-Technologie Menschen mit Einschränkungen und deren Angehörigen mehr Sicherheit gegeben werden. Das SmartHome Starter Set „Mein Zuhause“ ist hier unterstützend tätig und informiert über ein Ereignismanagement die zuvor definierten Personen bzw. Angehörigen über auftretende Unregelmäßigkeiten. Diese Entwicklung aus dem Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 heraus ist als App konfiguriert und somit auf allen Endgeräten nutzbar, um Sensorik im Haus zu nutzen und gleichzeitig alle Angehörigen über die Aktivitäten zu informieren. „Ein niederschwelliges Angebot ist wichtig, um die älterwerdende Bevölkerung und Angehörigen bedarfsgerecht abzuholen,“ betonte Jonas Roosmann. So kann zum Beispiel erkannt werden, ob z.B. mein Vater aus dem Bett gestiegen ist oder nicht, seinen gewohnten Lebensrhythmus wie Bad aufsuchen, frühstücken, Wohnbereich aufsuchen oder Haus verlassen für Spaziergang oder Einkäufe verfolgt. Abweichungen hiervon können in Eskalationsstufen von ganz gering „Sohn/Tochter automatisch um Rückruf bitten“ bis hin zum automatischen anfordern des Notarztes, Krankenwagens z.B. bei Sturz gesteuert werden. Dadurch kann eine schnelle Hilfe ohne Aktion des Betroffenen gewährleistet werden und bietet höhere Sicherheit für die zu Hause Lebenden, aber auch für die Angehörigen. Zielsetzung ist es selbst zu entscheiden, welche Bedingungen für das eigene glückliche und sichere Leben in „meinem smarten Zuhause“ wirken sollen. Nachdem die Fachforen beendet waren, sprach die Niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann ein Grußwort an die anwesenden Gäste und warb für eine intersektorale Zusammenarbeit. Gerade hierdurch werden Innovationen gefördert, betonte die Ministerin. Frau Ann-Kathrin Kempter von der Digitalagentur Niedersachsen machte deutlich, dass gerade die Nachhaltigkeit von Projekten mehr in den Vordergrund gerückt werden sollte, um die Ergebnisse aus den einzelnen Projekten auch langfristig zu sichern.

Vortrag zum Lebensraum Wohnen in Papenburg

Vortrag zum Lebensraum Wohnen in Papenburg

Selbstbestimmtheit und Sicherheit stehen im Vordergrund

Viele ältere Menschen stehen irgendwann vor der Frage, wie können wir noch möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen? Welche Dienstleistungen oder Produkte müssen genutzt werden, um dieses Ziel zu erreichen? Welche baulichen Maßnahmen müssen gegebenenfalls angeschoben werden?

Mit diesen Fragen hat sich ein Vortrag des wissenschaftlichen Mitarbeiters der Dorfgemeinschaft 2.0, Jonas Roosmann, in Zusammenarbeit mit dem Koordinator 50+ der Gemeinde Spelle und der Wohnberaterin des Landkreises Emsland, Kerstin Knoll, in Papenburg befasst. Die Leiterin des Seniorenstützpunktes im Landkreis Emsland ging zu Anfang auf mögliche niederschwellige Umbaumaßnahmen in Bestandsimmobilien ein. So sollte bereits die Eingangstür ohne Stufen passierbar sein und zwei Handläufe an der Treppe wichtig, um die Sturzgefahr zu reduzieren. „Barrierefreiheit für Kinderwagen unterscheidet sich nicht wesentlich von der Barrierefreiheit im Alter,“ so die Expertin und rät auch jungen Menschen im Bau die Leistungen der Wohnberatungen in Anspruch zu nehmen. Herbert Schweer erläuterte in seinem Impulsvortrag den Kreativ- und Beteiligungsprozess der Gemeinde Spelle zum Thema „Wohnen im Alter – Wohnen mit Zukunft“. Zusammenfassende Ergebnisse aus diesem Prozess heraus waren soziale Teilhabe durch Nachbarschaften oder regelmäßigen Treffen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Wunsch nach Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Hier referierte Jonas Roosmann über die neuen technologischen Möglichkeiten des umgebungsunterstützenden Lebens oder auch „Ambient Assisted Living“ kurz AAL genannt. „Ziel ist es das selbstbestimmte Leben zu sichern und durch moderne Gebäudesystemtechnik assistierende Systeme bereitzustellen und zu vernetzen, die das tägliche Leben situationsbedingt und aufdringlich unterstützen,“ so der wissenschaftliche Mitarbeiter. Hierbei wurde die herzliche Einladung nach Nordhorn ausgesprochen, um sich in einer 85m2 großen Musterwohnung der Firma ENO alle Möglichkeiten der Smart Home-Technologie anzuschauen.

Quelle: Ems-Zeitung

„Dorfladen Ohne“ ist gegründet

„Dorfladen Ohne“ ist gegründet

Genossenschaftliches Modell trifft auf breite Zustimmung

Am 17.06.2019 war es soweit: Die „Dorfladen Ohne UG“ hat sich gegründet. An diesem Abend waren 94 Interessierte ins Schützenhaus nach Ohne gekommen, um sich über die aktuellen Entwicklungen des Dorfladens in Ohne zu informieren. Neben Einwohnern aus Ohne waren auch Bewohner der Nachbargemeinden Klein-Haddorf, Haddorf, Bilk und weiteren Nachbarkommunen vertreten. Das durch das Amt für regionale Landesentwicklung mit 500.000€ geförderte und durch die Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 in Gang gesetzte Dorfladen-Projekt wurde nun konkretisiert.

Insgesamt soll am Standort Schüttorfer Straße/Bentheimer Diek eine Verkaufsfläche von 125 Quadratmetern entstehen, welches ein Café mit 25 Quadratmetern beinhaltet und separat geöffnet werden kann. „Wir wollen unsere ländlichen Strukturen erhalten. Hierfür benötigen wir eine solide Infrastruktur, wie z.B. einen Dorfladen,“ so die Bürgermeisterin Charlotte Ruschulte. Der Unternehmensberater Wolfgang Gröll vom Dorfladen-Netzwerk, der das Ohner Projekt gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft 2.0 begleitet, nannte die Vorteile des genossenschaftlichen Gedankens: „Jeder hat nur eine Stimme, egal ob man 300€ oder 3000€ einzahlt,“ so der Experte. Bei der Gründungsveranstaltung votierten alle 94 Anwesenden für eine Bürgergenossenschaft auf der Basis einer haftungsbeschränkten und stillen Unternehmensgesellschaft (UG). Direkt am Anschluss der Gründungsveranstaltung wurde die erste Gesellschafterversammlung abgehalten, bei der im Vorfeld Anteile mit einem Mindestwert von 300€ gezeichnet werden konnten. 79 Anwesende beteiligten sich direkt an diesem Projekt mit einem Finanzvolumen von 26.800€. „Das ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass die Ohner hinter dieser Idee stehen,“ so der wissenschaftliche Mitarbeiter des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0, Jonas Roosmann.

Digital Brücken bauen – bis zu jeder Milchkanne

Digital Brücken bauen – bis zu jeder Milchkanne

Interview

Das Forschungsprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ hilft Gemeinden beim demografischen Wandel. Ihr Leiter Thomas Nerlinger über digitale Brücken in die Zukunft.

Herr Nerlinger, was ist der Kern Ihrer Mammut-Aufgabe?

Thomas Nerlinger: Moderne Technologien unterstützen unsere Lebenswelt sinnvoll. Deshalb bringen wir die Technik zum Menschen – er steht bei uns im Mittelpunkt.

Demographische Wandlungsprozesse gefährden zunehmend Versorgungsgefüge – familiär, institutionell und lokal. Was gilt es zu bedenken? 

Wir sollten die Chancen der Digitalisierung für die Bewältigung der Probleme richtig nutzen. Kommunen stehen unter erhöhtem Wettbewerbsdruck. Das Ungleichgewicht wächst: Dörfer verlieren, Metropolen gewinnen, unter anderem mit attraktiven Unternehmen und freien Arbeitsplätzen. Gemeinden müssen daher schneller auf Marktveränderungen und Bürgerwünsche reagieren – und das bei finanziell begrenztem Spielraum. 

Was ist konkret zu tun? 

Die Digitalisierung baut Brücken zwischen Akteuren, die weit voneinander entfernt sind. Sie hilft, den Anschluss an die rasant wachsende Globalisierung zu behalten. Voraussetzung sind allerdings bezahlbare Zugänge, ein schnelles Glasfaser-Internet und flächendeckender Mobilfunk – idealerweise bis zu jeder Milchkanne. Gerade hier sehe ich die ländlichen Regionen stark benachteiligt. Da ist die Politik gefragt. 

Schildern Sie uns eine konkrete Erkenntnis Ihrer bisherigen Arbeit…

Viele wollen solange wie möglich in der eigenen Wohnung leben. Das ergab in der ersten Projektphase unsere 50-Plus-Befragung in der Grafschaft Bentheim. Gerade auf dem Land gibt es traditionell gewachsene Strukturen, der Austausch über Leid und Freude findet im Vereins- und Kirchenleben sowie im Ehrenamt statt – durch Digitalisierungsmöglichkeiten wird all das ergänzt. Sie helfen ein selbstbestimmtes Leben sowohl in Gemeinschaft und in den eigenen vier Wänden zu führen – bis ins hohe Alter. 

Alter & Digitales – passt das zusammen? 

Technik ist kein Hexenwerk. Ältere Menschen können ihre Hemmschwelle durchs Ausprobieren überwinden. Gerade beim barrierefreien Wohnen helfen uns moderne Technologien. Ein guter Einstieg in die digital assistierte Welt ist beispielsweise ein Hausnotrufsystem – das gibt zudem ein sicheres Gefühl. Auch Tablets bedeuten soziale Teilhabe vom Wohnzimmersessel aus. Sie bieten den Zugang zu Information jeder Art. Entscheidend hierbei: Es muss individuell passen und finanzierbar sein. 

Welchen persönlichen Zugang haben Sie zu diesem komplexen Projekt, was motiviert Sie?

Als mein Vater verstarb, war meine Mutter plötzlich allein. Wegziehen – für sie keine Option. Wie ermöglichen wir ihr aber ein selbstbestimmtes Leben, ohne vor Ort zu wohnen? Tablet und Smartphone helfen uns dabei. Zu unserer Überraschung hat meine Mutter sich schnell in der digitalen Welt zurechtgefunden. Chatten, Videokonferenzen oder Fotos teilen – das gehört selbstverständlich zur Kommunikation und zum Familienleben. Sie ist über vieles schneller informiert als ich. Zu ihrem 82. Geburtstag hat sie ein Sprach-Assistenz-System geschenkt bekommen. Sie startet erste Versuche im „Smart Home“. 

Wie entwickelt sich die „Dorfgemeinschaft 2.0“?

Dynamisch. Durch Vorträge und Konferenzen fließen immer neue Ideen ein. Noch 2019 gehen wir mit unserem virtuellen Dorfmarktplatz in die Erprobungsphase. Auf einer IT-Plattform bieten wir dann interessierten Bürgern in unserer niedersächsischen Modellregion erste Servicedienste über Apps und kleinen Smartphone-Programmen, sogenannten Widgets, an. Darüber lassen sich freie Pflegeplätze buchen, Mobilitätsdienste organisieren, elektronische Gesundheitsakten führen, regionale Produkte aus dem Dorfladen bestellen oder allgemein Gesuche einstellen und Hilfen anbieten. Aus den Ergebnissen eines Workshops mit 40 Akteuren aus Bauwirtschaft und Planung sowie den Bürgern haben wir außerdem eine Broschüre für Kommunen mit konkreten Handlungsempfehlungen aus dem Bereich Wohnen erstellt. Darüber hinaus hat unser Verbundpartner ENO telecom in einem Nordhorner Elektrofachmarkt einen großen Smart-Home-Showroom eröffnet. Vor Ort kann sich jeder die neuen technischen Möglichkeiten erklären lassen. All das zeigt doch, dass sich die Wahrnehmung in den Kommunen bereits verändert hat. 

Was passiert nach dem Projekt? 

Unser Projekt endet im Oktober 2020. Nach Analyse der Forschungsergebnisse werden wir mit all unseren Partnern beraten, ob wir unseren virtuellen Dorfmarktplatz und die digitalen Servicedienste auch anderen Kommunen offerieren. Das hängt davon ab, ob die Bürger die Angebote nachfragen und die Finanzierung gesichert ist. In unserer Gesundheitsregion EUREGIO mit 160 Mitgliedern sind weit über 100 Kommunen grenzüberschreitend in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden zusammengeschlossen. Da gäbe es also viel Potenzial. Für Entscheidungen ist es jedoch zu früh. Zunächst gilt unser Fokus der Entwicklung, Erprobung und Evaluation in unserer Modellregion.  

Quelle: KOMMUNAL 05/2019 
 https://kommunal.de/bruecken-bauen-dorfgemeinschaft-20

Stefanie Goedereis neu im Team der Gesundheitsregion EUREGIO

Stefanie Goedereis neu im Team der Gesundheitsregion EUREGIO

Seit dem 01.05.2019 verstärkt die gebürtige Bentheimerin Stefanie Goedereis, mittlerweile wohnhaft in Lingen, den Projektstab des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0 beim Verein Gesundheitsregion EUREGIO als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Jahr 2011, arbeitet sie seit 8 Jahren im Bonifatius Hospital in Lingen auf einer peripheren Akutstation. Stefanie hat während ihrer beruflichen Praxis, ein Bachelorstudium der Pflegewissenschaft in Osnabrück absolviert und 2018 erfolgreich abgeschlossen. Durch ihr Studium konnte sie eine Zusatzqualifikation der Pflegeberaterin erlangen. In derZukunft möchte sie ihren Akademisierungsgrad erweitern und ein Masterstudium mit den Schwerpunkten der Versorgungsforschung und -gestaltung beginnen.

Stefanie hat sich außerdem ehrenamtlich für die „Stimme der Pflege“ eingesetzt und für die erste Kammerwahl der Pflegekammer Niedersachsen im Jahr 2018 kandidiert. Sie konnte mit einem sehr guten Ergebnis für die Region, als Ersatzmitglied der ersten Kammerversammlung abschneiden.

Stefanie wird aufgrund ihrer anstehenden Hochzeit am 10.05.2019 ihren Mädchennamen ablegen und den Nachnamen Göcken tragen.

Für die Gesundheitsregion EUREGIO und das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0 bringt Stefanie fachliche Expertise aus den Bereichen Gesundheit, Versorgung und Pflege mit und möchte somit ihre Erfahrung und Wissen zum positiven Nutzen für die Region bündeln. Aufgrund ihres Geburtsortes Bad Bentheim, der danach abgeschlossenen Ausbildung in Nordhorn und ihrer langjährigen Berufserfahrung im Emsland, hat Stefanie einen großen persönlichen Bezug zu den Regionen und freut sich darauf in Hinblick auf das Dorfgemeinschaftsprojekt 2.0, das Leben im ländlichen Bereich zum positiven Nutzen mitverändern und mitgestalten zu können.

Wir freuen uns auf die Verstärkung im Team.

Die Dorfgemeinschaft der Zukunft

Die Dorfgemeinschaft der Zukunft

Dorfgemeinschaft 2.0 heißt ein engagiertes Projekt im westlichen Niedersachsen. Das Ziel: Senioren in dünn besiedelten Gebieten ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, auch wenn Angehörige nicht immer in der Nähe wohnen.

Technische Hilfsmittel erleichtern das Leben in den eigenen vier Wänden, ein Lieferdienst bringt die Einkäufe bis zur Haustür und eine rollende Praxis hilft bei Krankheit: Wie die Digitalisierung das Leben in einer älterwerdenden Gesellschaft angenehmer machen kann, erprobt das Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ im westlichen Niedersachsen. Für die vier Lebensräume Wohnen, Versorgung, Mobilität sowie Gesundheit und Pflege sollen Konzepte entwickelt werden, die später auch auf andere Regionen übertragen werden können. Neben sieben Kommunen aus der Grafschaft Bentheim und dem südlichen Emsland nehmen auch private Partner teil. Träger ist der in Nordhorn ansässige Verein Gesundheitsregion EUREGIO. 

Die an die Niederlande grenzende Region ist nur dünn besiedelt. Schon jetzt gibt es nicht mehr genügend Ärzte, der Weg zum nächsten Supermarkt ist für viele Menschen weit. Prognosen zufolge wird 2030 über die Hälfte der Einwohner über 45 Jahre alt sein. Die großen Entfernungen werden für die älterwerdende Gesellschaft zur Herausforderung. Eine Befragung vor dem Start des Projekts ergab: Die meisten Menschen in der Region halten die Infrastruktur zwar für unzureichend, wollen aber dennoch solange wie möglich im eigenen Zuhause wohnen bleiben.

Für Thomas Nerlinger, Projektleiter und Initiator der „Dorfgemeinschaft 2.0“, war klar: „Die Digitalisierung kann helfen, Brücken zwischen weit entfernt liegenden Akteuren zu bauen.“ Auf die Idee kam der 48-Jährige, als sein Vater vor einigen Jahren plötzlich verstarb und seine über 30 Kilometer entfernt lebende Mutter plötzlich alleine war. „Die Herausforderung für uns Kinder besteht darin, meiner Mutter auch auf die Entfernung ein selbstbestimmtes Leben in ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss zu ermöglichen und dabei ein gutes Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu haben“, sagt er. Videokonferenzen, gemeinsames Chatten oder Teilen von Fotos gehören heute selbstverständlich zum Familienalltag. „Was bei uns geht, muss auch bei anderen funktionieren“, dachte sich Nerlinger. 

 Schnell fand er Partner für seine Idee in der Region, darunter auch die Universität und die Hochschule Osnabrück. Für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts stehen rund 5 Millionen Euro aus dem Wettbewerb „Innovationen für Kommunen und Regionen im demografischen Wandel“ des Bundesforschungsministeriums zur Verfügung. Noch bis Oktober 2020 läuft die insgesamt fünfjährige Förderung. In der Samtgemeinde Emlichheim, eine der sieben Kommunen, gab es schon vorher ein Mehrgenerationenhaus mit Pflegestützpunkt, Seniorenbegleitung, Computerkursen und zahlreichen weiteren Angeboten für die ältere Generation. Das Problem: Manche werden nur zögerlich genutzt. Viele Menschen trauen sich offenbar nicht oder wissen gar nicht davon. So entstand die Idee, im Rahmen der „Dorfgemeinschaft 2.0“ ältere Einwohner ab 65 Jahren, die noch keinen Pflegegrad haben, zu Hause zu besuchen. In persönlichen Gesprächen sollten ihre Bedürfnisse erfragt und passgenaue Angebote vorgestellt werden. Die Resonanz war größer als erwartet: Von 2.500 Einwohnern, die die Gemeinde anschrieb, wollten über 270 besucht werden. Weil nur 75 an dem zeitlich begrenzten Projekt teilnehmen können, wird nun gelost. 

Über 40 sogenannte „präventive Hausbesuche“ hat die eigens engagierte studierte Pflegekraft Annika Paul schon absolviert. Die 26-Jährige stammt aus der Region und führt die Gespräche, wenn es nötig ist, auch auf Plattdeutsch. Die meisten Teilnehmer sind erfreut – so wie die Frau, die Paul zum Abschluss des Treffens einen Kuss auf die Wange gab: „Sie war unheimlich dankbar, dass ihr jemand zugehört hatte.“ In einem Zeitraum von zehn Monaten besucht die Fachfrau jeden Teilnehmer vier Mal. Anhand eines Fragebogens sammelt sie im ersten Gespräch Informationen zu Wohnsituation, Mobilität, Gesundheit und Familie. Beim nächsten Mal macht sie konkrete Vorschläge, um möglichen Problemen rechtzeitig zu begegnen. Hat der Betreffende Schmerzen, zeigt sie Übungen, um die Beweglichkeit zu verbessern. Fällt das Einkaufen schwer, verweist sie auf die örtliche Initiative „Mobiler Einkaufswagen“. Will sich der Teilnehmer technisch weiterbilden, empfiehlt sie Computerkurse im Mehrgenerationenhaus. Bei Treffen drei und vier überprüft Paul, ob die Vorschläge geholfen haben oder ob nachgebessert werden muss. Die Hochschule Osnabrück untersucht unter anderem, ob die Besuche am Ende tatsächlich dazu führen, dass die Menschen länger im eigenen Zuhause wohnen können. 

Das auf drei Jahre angelegte Teilprojekt wird größtenteils aus Fördermitteln finanziert, zum Teil aber auch aus der Gemeindekasse. „Es ist uns wichtig, unseren Senioren eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen“, sagt Emlichheims Samtgemeinden-Bürgermeisterin Daniela Kösters. Auf lange Sicht sieht sie allerdings die Krankenkassen in der Pflicht: „Wenn die Hausbesuche tatsächlich einen messbaren Effekt haben, dann plädiere ich dafür, sie zur Kassenleistung zu machen.“ Ergibt sich bei den Gesprächen, dass Interesse an technischen Hilfsmitteln besteht, verweist Annika Paul auf ein Angebot in der rund 30 Kilometer entfernten Kreisstadt Nordhorn. Ein privater Partner der „Dorfgemeinschaft 2.0“, das Kommunikationsunternehmen Eno telecom, hat dort in einem Elektromarkt einen „Smart Home Showroom“ aufgebaut. Neben intelligentem Kühlschrank und ferngesteuerten Heizkörpern ist für Senioren besonders das digitale Pflegebett interessant. Es ist ausgerüstet mit einer Sensormatte, die Puls und Atmung des Patienten misst, einem Notfalltaster, der schnell Hilfe alarmieren kann, und mit Bewegungsmeldern, die online ein Lebenszeichen an Angehörige übermitteln. Noch sind die Berührungsängste mit diesen Produkten groß, gibt Projektleiter Rainer Büter zu. Etwa drei bis vier Mal die Woche würden Kunden einen Beratungstermin vereinbaren. Rund ein Viertel von ihnen entscheide sich für den Kauf einzelner Produkte und wagt damit den Schritt in das digitale Zuhause. 

Neben „präventiven Hausbesuchen“ und „Smart Home“ laufen in der Grafschaft Bentheim fast 30 weitere Teilprojekte: In der Gemeinde Ohne ist ein neuer Dorfladen im Aufbau. Ein Bürgerbus mit ehrenamtlichen Fahrern ist dort bereits unterwegs. In Neuenhaus wurde im alten Bahnhof ein Café eröffnet, das als Begegnungsstätte dient. Eine mobile Gesundheitsversorgung für die Region ist in der Entwicklung. Damit ist die „Dorfgemeinschaft 2.0“ längst nicht mehr nur ein digitales Projekt. „Wir haben im Laufe des Prozesses gemerkt, dass die technische und die soziale Innovation eng miteinander verbunden sind“, sagt Thomas Nerlinger. 

Herzstück des Projekts wird aber dennoch ein digitales Element: Der „virtuelle Dorfmarktplatz“ soll im Laufe des Jahres starten – eine App, in der zum einen alle angebotenen Dienstleistungen abrufbar sind und in der zum anderen Privatpersonen Mitfahrgelegenheiten oder andere Hilfeleistungen anbieten können. Aus Nerlingers Sicht ist die Übertragung der Dorfgemeinschaft der Zukunft auf andere Regionen ohne Weiteres möglich. „Letztlich hängt alles davon ab, ob die Bürger die Dienste nachfragen und die Finanzierung gesichert ist.“ Für weitere Details bleibt die wissenschaftliche Auswertung des Projekts abzuwarten.

Quelle: KOMMUNAL, Ausgabe April 2019 Seite 25 + Seite 26
Text / Michael Althaus
https://kommunal.de/dorfgemeinschaft-zukunft

Stellenausschreibung: Zum 01.06.2019 in Teilzeit (29 Stunden wöchentlich)

Stellenausschreibung: Zum 01.06.2019 in Teilzeit (29 Stunden wöchentlich)

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Willkommen beim Verein Gesundheitsregion EUREGIO!

Als innovatives deutsch-niederländisches Netzwerk mit über 160 Mitgliedern und kompetenten Kooperationspartnern in 17 Gesundheitsbranchen setzen wir uns öffentlichkeitswirksam für eine starke grenzüberschreitende Gesundheitswirtschaft ein.

Unser Drittmittelprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0 – Das Alter im ländlichen Raum hat Zukunft“ in der Region Grafschaft Bentheim/Südliches Emsland ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Wettbewerbs „InnovaKomm“ als einziges Projekt in Niedersachsen ausgewählt worden (Projektvolumen: 5,82 Mio. Euro/Förderanteil 85 %). Wir koordinieren das Verbundprojekt mit den Verbundpartnern Hochschule Osnabrück (Campus Lingen), Universität Osnabrück, Bentheimer Eisenbahn AG, ENO telecom GmbH, EUREGIO-KLINIK Grafschaft Bentheim Holding GmbH, I.T. Out GmbH, Lebenshilfe Nordhorn gGmbH und optadata.com GmbH. Dabei binden wir zahlreiche assoziierte Projektpartner ein, um die Ergebnisse anwendungsorientierter Forschung nachhaltig in die Praxis zu transferieren.

Wir setzen in unseren Teilprojekten auf Anreizsysteme zur Stärkung der sozialen Innovationen durch Mensch-Technik-Interaktion. Der passgenaue Einsatz neuer digitaler Technologien soll bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen helfen, die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen im ländlichen Raum bedarfsgerecht zu verbessern. Weitere Informationen zum Projekt und zur Gesundheitsregion EUREGIO finden Sie auf unseren Internetseiten Dorfgemeinschaft 2.0  und Gesundheitsregion Euregio e. V.

Der Verein sucht zum 01.06.2019 oder früher in Teilzeit (29 Stunden wöchentlich) eine/n

wissenschaftliche Mitarbeiterin /
wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d)

Im Rahmen der Teilzeittätigkeit wird bei Vorliegen entsprechender Qualifikation die Möglichkeit zum Masterstudium oder zur Promotion in Kooperation mit unseren wissenschaftlichen Projektpartnern gegeben.

Das Aufgabengebiet umfasst:

  • Unterstützung bei der Bearbeitung und dem Transfer von anwendungsnahen Forschungsprojekten in den Bereichen Ethik & Datenschutz, digitalisierte Pflege, eMobilität, Logistik, Mensch-Technik-Interaktion, eHealth, Cloud Computing, Crowdsourcing/Sharing Economy, nachhaltige Transformation der digitalen Gesellschaft, Service Engineering/Hybride Produkte, Open Innovation
  • enge Zusammenarbeit innerhalb eines Forschungsprojektes mit renommierten Praxis- und Forschungspartnern
  • Publikationen der wissenschaftlichen Ergebnisse
  • die Bearbeitung von Forschungsanträgen

Einstellungsvoraussetzungen sind:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich der Wirtschaftsinformatik, der Betriebswirtschaftslehre, der Medizinischen Informatik, des Wirtschaftsingenieurwesens, der Pflegewissenschaft, eine vergleichbare Studienrichtung mit geeigneter Vertiefung oder eine nachgewiesene Qualifikation für wissenschaftliches Arbeiten
  • Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke, Belastbarkeit, Kreativität, Eigenständigkeit und Offenheit für die Arbeit in einem interdisziplinären Projekt sowie Spaß an der Entwicklung eigener Ideen
  • Kompetenzen in einem oder mehreren der oben genannten Forschungsbereichen
  • hohe Leistungsbereitschaft und die Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten
  • gute Englischkenntnisse

Die Beschäftigung erfolgt in Teilzeit und ist projektbedingt bis zum 31.10.2020 befristet. Die Stelle ist grundsätzlich kombinierbar mit einem Studium oder bestehenden Arbeitsverhältnissen (beispielsweise bei unseren Projektpartnern), soweit dienstliche Gründe nicht entgegenstehen. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TVöD (Kommune).

Wir bieten Ihnen:

  • ein inspirierendes Arbeitsumfeld unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien in unserem Projektbüro auf dem Campus der EUREGIO-KLINIK in Nordhorn
  • flexible Arbeitszeitmodelle in einem jungen, dynamischen Team (z. B. Gleitzeit und Home-Office)
  • eine forschungsstarke, interdisziplinäre Projektgruppe
  • eine aktive Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen
  • individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen
  • eine intensive Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Praxis- und Forschungspartnern an aktuellen Forschungsthemen
  • Zugang zu unserem innovativen deutsch-niederländischen Netzwerk mit über 160 Mitgliedern und kompetenten Kooperationspartnern in 17 Gesundheitsbranchen

Ihre Bewerbungsunterlagen sollten neben den üblichen Inhalten wie Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen auch ein selbständig verfasstes Dokument (z. B. Seminararbeit oder Auszüge aus Ihrer Diplom-/Bachelor-/Masterarbeit) enthalten. Bitte teilen Sie uns Ihre Vorstellungen zur wöchentlichen Arbeitszeit und TVöD-Eingruppierung mit.

Für Rückfragen steht Ihnen Projektleiter Thomas Nerlinger vorzugsweise per E-Mail zur Verfügung.

Bewerbungen werden bis zum 19.04.2019 – vorzugsweise per E-Mail – erbeten an:

Gesundheitsregion EUREGIO e. V.
c/o EUREGIO-KLINIK
Projektbüro Dorfgemeinschaft 2.0
Projektleiter Thomas Nerlinger
Albert-Schweitzer-Straße 10
48527 Nordhorn

thomas.nerlinger@gesundheitsregion-euregio.eu

Digitale Botschafter der Dorfgemeinschaft 2.0 versilbern das Netz

Digitale Botschafter der Dorfgemeinschaft 2.0 versilbern das Netz

Hamburgerin des Jahres begeistert im Tierpark Nordhorn

Die Hamburgerin des Jahres 2018, Dagmar Hirche, referierte über die Herausforderungen und Chancen der digitalen Welt für die älterwerdenden Menschen. Die Kooperationsveranstaltung der Gesundheitsregion EUREGIO e.V. mit ihren Mitgliedern Tierpark Nordhorn, Lebenshilfe Nordhorn und Grafschafter Volksbank richtete sich im Rahmen des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0 an Senioren aus der Modellregion Grafschaft Bentheim/Südliches Emsland, die große Neugier an aktuellen Informationen aus der digitalen Welt zeigten. Warum sollte sich die ältere Generation noch mit den neuen Medien auseinandersetzen? Wofür benötigen Senioren die digitale Welt? Wer hilft dabei?

Diese Fragen beantwortete Dagmar Hirche sympathisch und in einer mitreißenden Art durch anschauliche Beispiele aus ihren bereits mehreren tausenden Schulungsmaßnahmen mit ihrem gemeinnützigen Verein „Wege aus der Einsamkeit e. V.“: „Vieles wird in Zukunft nur noch online gehen und hier müssen wir die Senioren mit einbeziehen. Die Zahl interessierter Teilnehmenden an den wöchentlichen Schulungen im Sony Center in Berlin steigt kontinuierlich.

Der Moderator und Projektleiter des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0, Thomas Nerlinger ergänzte, indem er von einer digitalen Teilhabe als Voraussetzung für eine soziale Teilhabe sprach: „Wir können den älteren Menschen nicht einfach so Digitalisierung verordnen. Das hat vergleichsweise mit der Umstellung auf Rechtsverkehr 1967 in Schweden auch nicht funktioniert und zu einem Verkehrschaos geführt. Das funktioniert weder in Berlin, München oder auf dem Land. Wichtig ist es, durch Spaß, Freude, Gemeinsinn und einfache Erklärungen neue digitale Botschafter zum Mitmachen zu bewegen. Nur so lassen sich Hemmschwellen abbauen und Menschen durch digitale Möglichkeiten für die soziale Teilhabe begeistern. Jeder Mensch, der so die Einsamkeit überwindet und davon profitiert, bedeutet einen großartigen Erfolg für unsere Gemeinschaft auf dem Lande in Zeiten von Demografischem Wandel und zunehmender Digitalisierung. Technische Möglichkeiten, um selbstbestimmt länger in den eigenen vier Wänden wohnen zu können, sind bereits vorhanden. Diese gilt es,den Senioren bedarfsgerecht zu erklären und ihnen die Angst zu nehmen.“

Mit niederschwelligen Beispielen, wie z.B. dem Foto einer Schulung von Nonnen hat Dagmar Hirche für einige schmunzelnde Gesichter gesorgt. Über 40 teilnehmende ältere Multiplikatoren aus Seniorenbeiräten, Kirchengemeinden, Initiativen und Vereinen wollten ihrem Vortrag lauschen und sich in gemütlicher Atmosphäre im Gasthaus De MalleJan im Tierpark Nordhorn zu den digitalen Themen austauschen.

In einem zweiten Vortrag ging Sarah Beernink von der Grafschafter Volksbank auf die Möglichkeiten des Online-Bankings ein. Hierbei erläuterte sie anhand von einfachen Beispielen ein mögliches E-Mail-Postfach oder die Option, die Kontoauszüge bereits von Zuhause aus sich sichten zu können. Zur Frage der Sicherheit kamen einige Rückfragen. Hier konnte Beernink den Senioren ihre Ängste nehmen und wies daraufhin, dass die meisten Betrugsfälle heutzutage aus den analogen Überweisungsträgern resultieren.

In einer abschließenden Gruppenarbeit haben die Senioren ihre Erfahrungen mit den digitalen Endgeräten geschildert und aufgezählt, welche Apps (Applikationen) sie bereits heute auf ihren Smartphones und Tablets benutzen. „Diese Form des Zusammentreffens hat mir sehr viel Spaß bereitet,“ schilderte eine Teilnehmerin. „Nur wenn der Spaß im Vordergrund steht, werden alle beteiligten Personen mit hoher Motivation etwas erreichen,“ gab Dagmar Hirche den Anwesenden zur Verabschiedung mit auf dem Weg.

Thomas Nerlinger, Initiator der Veranstaltung, erhofft sich aus der Veranstaltung heraus digitale Botschafter der Dorfgemeinschaft 2.0 und neue inspirierende Ideen für die Seniorenbeiräte in den Kommunen. „Wir werden hier weiter unterstützen und an der Seite der Seniorenbeiräte stehen,“ zeigte er sich erfreut über die positive Resonanz und den schönen Vormitttag und fügt hinzu: „Ich bin begeistert, dass unsere neuen digitalen Botschafter aus Lingen nach den Sommerferien zu einer Folgeveranstaltung in Lingen (Ems) einladen werden. Bis dahin wird es hoffentlich noch weitere interessierte digitale Botschafter für unsere Gesundheitsregion EUREGIO geben, die sich gern bei unserem Projektteam der Dorfgemeinschaft 2.0 melden können.“

Kommentar/Artikel Grafschafter Nachrichten vom 23.03.2019

Digitale Botschafter der älteren Generation gesucht

Digitale Botschafter der älteren Generation gesucht

Einladung zur Veranstaltung am 14.03. ab 11 Uhr im Tierpark Nordhorn – Vorteile und Herausforderungen der digitalen Welt werden aufgezeigt

Die Herausforderungen der Digitalisierung machen keinen Halt vor dem Alter und sind gerade für die ältere Generation ein wichtiges Thema. Wie können diese den Sprung in die digitale Welt schaffen und welche Vorteile bringt die digitale Welt mit sich? Genau diese und weitere Fragen sollen mit dem Vortrag von Dagmar Hirche, Hamburgerin des Jahres 2018, beantwortet werden.

Hierzu laden die Gesundheitsregion EUREGIO gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft 2.0, der Grafschafter Volksbank, der Lebenshilfe Nordhorn – alle Projektpartner im Projekt Dorfgemeinschaft 2.0 – und dem Tierpark Nordhorn am 14.03. ab 11 Uhr ins Gasthaus >> De Malle Jan<< im Tierpark Nordhorn ein.

Die bundesweit bekannte Hamburgerin hat den Verein „Wege aus der Einsamkeit e.V.“gegründet, der dazu beitragen möchte, dass sich alte wie junge Menschen auf eine lange Lebenszeit freuen dürfen und die Möglichkeit haben, ihre Leben dauerhaft selbst zu gestalten. Des Weiteren möchte der Verein das digitale Verständnis der älteren Generation z.B. durch Veranstaltungen wie das 1×1 der Tablets & Smartphones steigern und so die Lebensqualität erhöhen. „Die Welt wird immer digitaler, aber einige Menschen haben aus ganz verschiedenen Gründen noch keinen einzigen Schritt in die digitale Welt gewagt,“ so Dagmar Hirche. „Diese Angst möchten wir den Senioren nehmen und mit ihnen gemeinsam einen ersten Schritt in die digitale Welt wagen,“ erläutert der Projektleiter der Dorfgemeinschaft 2.0, Thomas Nerlinger.

Mit diesem Vortrag sollen die Senioren die digitale Welt mit ihren Herausforderungen und Vorteilen verstehen, um diese Erfahrungen an andere Senioren weitergeben und als digitaler Botschafter fungieren zu können.

Nach dem Vortrag von Dagmar Hirche wird die Grafschafter Volksbank über die Möglichkeiten des Online-Bankings referieren und somit einen konkreten Schritt in die digitale Welt mit einem Praxisbeispiel unterstreichen.

Unsere Veranstaltung richtet sich an Senioren und Multiplikatoren, wenn sie sich für die Digitalisierung interessieren und einem praktischen Austausch aufgeschlossen gegenüberstehen.

Weitere Informationen und Möglichkeit der Online-Anmeldung hier auf dieser Website.  Alternativ kann eine Anmeldung per E-Mail unter info@gesundheitsregion-euregio.eu erfolgen oder telefonisch im Vereinsbüro unter 05921 / 84 10 08. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es gilt der Zeitpunkt der Anmeldung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier können Sie das Programm herunterladen!

Verbundpartner Prof. Dr. Teuteberg zu den top 1 % der forschungsstärksten BWL-Wissenschaftler lt. WirtschaftsWoche gekürt

Verbundpartner Prof. Dr. Teuteberg zu den top 1 % der forschungsstärksten BWL-Wissenschaftler lt. WirtschaftsWoche gekürt

“Wir gratulieren Prof. Dr. Frank Teuteberg zu dieser bedeutsamen Auszeichnung. Dieses Ranking der Zeitschrift Wirtschaftswoche unterstreicht die Bereicherung für die enge Zusammenarbeit mit unserer Gesundheitsregion EUREGIO”, so Projektleiter Thomas Nerlinger und ergänzt: “Gemeinsam arbeiten wir im Sinne eines Wissenschafts-Praxis-Transfers seit einigen Jahren u. a. im Projekt Dorfgemeinschaft 2.0 zusammen.”

Prof. Dr. Frank Teuteberg ist seit 2015 Mitglied in der Gesundheitsregion EUREGIO und trägt mit seinem Engagement maßgeblich zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Gesundheitsnetzwerkes bei. Darüber hinaus ist die Universität Osnabrück seit dem Frühjahr 2018 aktives Mitglied in der Gesundheitsregion EUREGIO.

Basis dieser Bestenliste ist eine Analyse der wissenschaftlichen Publikationen der Jahre 2014 bis 2018 von über 2.500 Wissenschaftlern der BWL  im Raum Deutschland, Österreich, Schweiz mittels des Zeitschriftenratings VHB-Jourqual3 (über 850 wissenschaftliche Fachzeitschriften) des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) durch Forscher der ETH Zürich und der Universität Düsseldorf für die WirtschaftsWoche. Prof. Dr. Frank Teuteberg zählt mit Platz 21 in diesem Fünfjahresranking gleichzeitig zudem auch zur Top 10 der forschungsstärksten Wirtschaftsinformatik-Professoren in Deutschland, Österreich und Schweiz. In einem weiteren Ranking des wissenschaftlichen Lebenswerkes in das die Publikationsdaten von 3390 Wissenschaftlern der BWL einflossen zählt Prof. Teuteberg bereits zu den top 2 % (Quelle: WirtschaftsWoche, Ausgabe 4 vom 18.01.2019).

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Zur Methodik des Rankings gelangen Sie hier.

Quelle: Pressemeldung Uni Osnabrück vom 21.01.2019