Weiterer Meilenstein für Ohner Dorfladen

Weiterer Meilenstein für Ohner Dorfladen

Richtfest im kleinen Kreis gefeiert

Die Gemeinde Ohne hat einen weiteren Meilenstein in der Realisierung ihres Dorfladens erreicht. Gemeinsam mit den ausführenden Handwerkern und Architekten, dem Arbeitskreis und einigen Gemeinderatsmitgliedern wurde das Richtfest unter der Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften in einem kleinen Kreis gefeiert. „Wir hätten gerne gemeinsam mit dem ganzen Dorf gefeiert, aber die Umstände lassen dies leider nicht zu“, so die Bürgermeisterin Charlotte Ruschulte.

Es sei ein langer Weg zum Bau des Dorfladens gewesen. Über eine Umfrage der Bürger und weiteren vielen Gesprächen sei man nun aber auf der Zielgeraden angelangt, freute sich die Bürgermeisterin. Nach dem obligatorischen Richtspruch wurde bei der Begehung deutlich, dass die Ohner Bürgerinnen und Bürger sich auf einen modernen Dorfladen freuen dürfen.   Das durch das Amt für regionale Landesentwicklung mit 500.000€ und vom Landkreis Grafschaft Bentheim mit 20.000€ geförderte Vorhaben am Standort Schüttorfer Straße/Bentheimer Diek soll insgesamt eine Verkaufsfläche von 125 Quadratmetern beinhalten. Neben einem Dorfladen wird es ein Café mit 25 Quadratmetern geben, welches separat geöffnet werden kann. „Durch diese Maßnahme können wir den vielen Fahrradtouristen eine Möglichkeit zum Verweilen in Ohne anbieten“, betonte Ruschulte die hohe Bedeutung für die Gemeinde.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 konnten passgenaue Erkenntnisse zur Konzeptionierung des Dorfladens gewonnen werden, so der Projektleiter der Dorfgemeinschaft 2.0, Jonas Roosmann. Unterstützt wird die Gemeinde ebenfalls vom Unternehmensberater Wolfgang Gröll des Dorfladen-Netzwerkes, der die Gemeinde bei der Gründung einer Genossenschaft beraten und einem möglichen Betreiber anfänglich zur Seite stehen wird. Die am 17.06.2019 gegründete Dorfladen Ohne UG hat mittlerweile 96 Zeichnungsanträge in Höhe von 32.700€ vorzuweisen. „Wir sind froh, dass dieses Projekt im Ort so gut angenommen wird. Nur mit und durch unsere Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ohne können wir diesen Dorfladen zukunftsfähig aufstellen und betreiben“, zeigte sich Bürgermeisterin Ruschulte abschließend sehr zufrieden mit den bisherigen Maßnahmen.

Digitale Teilhabe als Voraussetzung für soziale Teilhabe

Digitale Teilhabe als Voraussetzung für soziale Teilhabe

Mensch-Technik-Interaktion als Chance in Zeiten vom neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)

Das neuartige Coronavirus fordert von jedem von uns eine „neue Normalität“. Soziale Distanzierung ist das Gebot der Stunde. Doch was geschieht mit den Personen, die alleine leben und ohne persönlichen Kontakt zu Familienangehörigen und Freunden auskommen müssen?

Warum ist die digitale Teilhabe hilfreich?

Da eine persönliche Teilnahme momentan oftmals nicht möglich ist, stellt die digitale Teilhabe, z.B. durch Videotelefonie oder Übertragung von lokalen Gottesdiensten auf dem Fernseher, eine mögliche Alternative dar. Dennoch werden diese Angebote das persönliche Gespräch selbstverständlich nicht ersetzen können und sind daher eine mögliche Hilfestellung bei der Bewältigung des demografischen Wandels in den Kommunen vom Landkreis Grafschaft Bentheim und Landkreis Emsland.

Handlungsfähige Kommunen sind von zentraler Bedeutung, um die Politik für ältere Personen zu gestalten. Deshalb ist die Ausrichtung auf die soziale Teilhabe und ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben wichtig, was durch Interaktion zwischen Mensch und Technik unterstützt werden kann. Durch ein integriertes Versorgungskonzept mit passgenauen Sach- und Dienstleistungen und durch vernetzte Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen können die Kommunen eine digitale Teilhabe schaffen, wodurch eine soziale Teilhabe ermöglicht wird. Ziel der Kommunen sollte eine inklusive digitale Gesellschaft sein, die die Informationsbeschaffung erleichtert, digitale Teilhabe ermöglicht und die Gemeinschaft vor Ort stärkt.

Wie unterstützt das Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ die digitale Teilhabe?

Um Vertrauen zur Technik aufzubauen, ist es auch für Kommunen von entscheidender Bedeutung, die Bürgerinnen und Bürger in die Ausgestaltung der technischen Lösungen mit einzubinden. Zu diesem Zweck soll in der Samtgemeinde Uelsen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der virtuelle Dorfmarktplatz aus dem Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ erprobt und weiterentwickelt werden (dorfgemeinschaft20.de/vdm). Eine Beteiligung der Bevölkerung bei der Entwicklung neuer Technologien erhöht die Akzeptanz und schafft Vertrauen. Des Weiteren kann durch einen solchen Prozess eine generationsübergreifende Lösung gefunden werden. Ältere Menschen sind oftmals zögerlicher gegenüber ihnen noch unbekannten Technologien, während die junge Generation häufig eine hohe Technikaffinität aufweist. Das Zusammenbringen von Jung und Alt kann für die Kommunen von großem Interesse sein, um die Dorf- und Quartiersgemeinschaften zu stärken. Durch digitalisierte Anwendungen kann die Koordinierung, Kooperation und Vernetzung verbessert werden, wodurch die Sozialräume der Bürgerinnen und Bürger bedarfsgerecht gestaltet werden. Natürlich werden physische Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger bedeutend bleiben. Bei einem zusätzlichen digitalen Angebot wächst jedoch die zeitliche, räumliche und soziale Vielfalt und damit verbunden die flexible und differenzierte Ausgestaltung der kommunalen Selbstverwaltung.

Bei der Entwicklung neuer technologischer Ansätze steht der Mensch stets im Mittelpunkt, denn der Mensch als Nutzer von Technik muss den Sinn darin erkennen können. Ziel der Nutzung von Technik ist die Unterstützung bei der Bewältigung der täglichen Herausforderungen und die Sicherstellung der Teilhabe in der Gemeinschaft.

Was passiert schon vor Ort zur Ermöglichung der digitalen Teilhabe?

Nur durch den konsequenten flächendeckenden Ausbau der digitalen Infrastruktur können die Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen in Zukunft neue technologische Ansätze schnell und störungsfrei über das Internet in ihrem Zuhause oder von anderen Orten aus nutzen. Hierbei haben der Landkreis Emsland und der Landkreis Grafschaft Bentheim vorbildliche Initiativen gestartet.

Der Landkreis Emsland hat bereits 112 Millionen Euro, davon 47 Millionen Euro aus kommunalen Mitteln vom Landkreis und den Kommunen, in den Breitbandausbau investiert. Aus dem Grund kann der Landkreis Emsland auf eine gute digitale Infrastruktur zurückgreifen.

Der Landkreis Grafschaft Bentheim hat im Herbst 2016 die Gesellschaft „Breitband Grafschaft Bentheim GmbH & Co. KG“ gegründet. Im Jahr 2017 hat die Gesellschaft die Firma „Netservices“ aus Flensburg damit beauftragt, die Versorgung der Gebiete in der Niedergrafschaft zu übernehmen, die über keine oder nur eine leistungsschwache Internetverbindung verfügen. Am 28. November 2017 startete das Unternehmen in die Vorvermarktung des neuen „Grafschafter Breitbandes“ (www.grafschafter-breitband.de). Ein im Jahr 2017 durchgeführtes Markterkundungsverfahren ergab zwar, dass in der Obergrafschaft und Nordhorn bereits 95 % der Haushalte über schnelle und leistungsstarke Internetleitungen verfügen. Allerdings haben rund 5 % der Haushalte – das sind insgesamt knapp 4.000 Haushalte – von den Ausbauvorhaben noch nicht profitiert. Aus diesem Grund bündeln der Landkreis Grafschaft Bentheim und die betroffenen Kommunen – die Städte Nordhorn und Bad Bentheim sowie die Samtgemeinde Schüttorf und die Gemeinde Isterberg – die Kräfte, die verbliebenen 5 % der Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen. Neben Gewerbegebieten und Schulen werden auch Pflegeheime mit in den Blick genommen, um eine zuverlässige Internetverbindung für alle Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Das kalkulierte Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf ca. 1,2 Millionen Euro. Davon sind 80 % beim Land beantragt, während 10 % vom Landkreis Grafschaft Bentheim und 10 % von den Kommunen übernommen werden.


Warum ist die digitale Teilhabe auch für ältere Menschen wichtig?

Um der Vereinsamung der älteren Bevölkerung entgegenzuwirken, kann eine digitale Teilhabe eine große Abhilfe schaffen. Ein Beispiel ist die Nutzung von Videotelefonie am eigenen Frühstückstisch für Gespräche mit Kindern, anderen Familienangehörigen oder Freunden, während jene sich an einem anderen Ort aufhalten. Die Möglichkeit, sich beim Telefonieren gegenseitig zu sehen und Erlebnisse damit einfacher teilen zu können, kann vorübergehend und insbesondere in Krisenzeiten wie der Coronakrise für einige Momente ein wichtiger Baustein gegen Einsamkeit sein. Dies kann und soll selbstverständlich nie den persönlichen Kontakt vollständig ersetzen.

Neues Teammitglied in der Dorfgemeinschaft 2.0

Neues Teammitglied in der Dorfgemeinschaft 2.0

Am gestrigen Mittwoch, den 1. April 2020, startete mit Fabian Strothmann (30) ein neuer Mitarbeiter im Projektstab des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0 beim Verein Gesundheitsregion EUREGIO. 

Der gebürtige Uelser Fabian Strothmann wird ab sofort und über den gesamten Projektzeitraum der Ansprechpartner des virtuellen Dorfmarktplatzes vor Ort für Bürger*Innen und Firmen sein. Darüber hinaus wird er sich um Berichte, Fotos und allgemeine Informationen auf dem virtuellen Dorfmarkplatz kümmern.

Nach seinem Fachabitur im Jahr 2010 erfolgte eine Ausbildung als Werbefotograf in Nordhorn. Im Jahr 2017 erfolgte der Wechsel in den Bereich Onlineshop bzw. Onlinemarketing in einem regionalen Gartenmöbelhaus und konnte dort die Kenntnisse im Onlinebereich verstärken. Im vergangenen Jahr begleitete Fabian Strothmann als Projekt- und Bauleiter den Aufbau und die Markteinführung der Chocolaterie Marloes in Uelsen. 

Neben jahrelangem Engagement im örtlichen Sportverein ist Fabian Strothmann seit 2016 aktives Mitglied des „Round Table“, einem weltweit agierenden Serviceclub.  Für das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0 bringt Fabian Strothmann neben der Erfahrung im Werbe- und Onlinemarketing Bereich, die Kreativität eines Fotografen, auch erste Erkenntnisse aus der Beschäftigung als Projektleiter im vergangenen Jahr mit. Dank seiner Verwurzelung in Uelsen ist Fabian Strothmann als Ansprechpartner und Redakteur vor Ort nicht nur schnell erreichbar, sondern hat auch großes Eigeninteresse, dass das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0 ein Erfolg wird

Lieber Fabian, herzlichen Willkommen im Team der Dorfgemeinschaft 2.0!

Startschuss in der Samtgemeinde Uelsen

Startschuss in der Samtgemeinde Uelsen

Nachdem der virtuelle Dorfmarktplatz am 01.10.2019 zum ersten Mal einem Fachpublikum im Zuge des Grenzüberschreitenden Gesundheitsgipfels in Nordhorn vorgestellt wurde, hat das Projektkonsortium nun die Erprobung in der Samtgemeinde Uelsen fest im Blick.

Experten der Dorfgemeinschaft 2.0 trafen sich kürzlich im Rathaus Uelsen zu ihrem Quartalstreffen mit dem Samtgemeindebürgermeister Hajo Bosch. Neben Absprachen zur weiteren Verwirklichung des virtuellen Dorfmarktplatzes, berichteten die Projektpartner über die aktuellen Forschungsergebnisse in ihren Teilprojekten. Zum Projektkonsortium der Dorfgemeinschaft 2.0 gehören neun Verbundpartner. Neben der Gesundheitsregion EUREGIO ist die Hochschule Osnabrück, Campus Lingen mit Prof. Dr. Ingmar Ickerott (Betriebswirtschaftslehre, Logistikmanagement) und Prof’in Dr. Stefanie Seeling (Pflegewissenschaft) in der Wissenschaft vertreten. Die Universität Osnabrück wird durch Prof. Dr. Frank Teuteberg (Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik) und Prof. Dr. Hartmut Remmers (Pflegewissenschaften) repräsentiert. Für den Praxistransfer sorgen die Verbundpartner Bentheimer Eisenbahn AG, ENO telecom GmbH, EUREGIO-KLINIK, I.T. Out GmbH, die Lebenshilfe Nordhorn gGmbH und die opta.data.com GmbH.

Zusammen möchte das Konsortium den demografischen Wandel durch eine Mensch-Technik-Interaktion zukunftsfähig gestalten und neue Versorgungskonzepte für die Projektregion Grafschaft Bentheim / südliches Emsland entwickeln. In der Grafschaft Bentheim beteiligen sich derzeit die Samtgemeinden Emlichheim, Uelsen, Neuenhaus sowie die Gemeinde Ohne (Samtgemeinde Schüttorf) und die Stadt Nordhorn. Auf Seite der Projektregion südliches Emsland beteiligen sich derzeit die Samtgemeinde Spelle und die Stadt Lingen (Ems) am Projekt. In diesen Gemeinden werden sogenannte „Satellitenstützpunkte“ entstehen. Unter einem Satellitenstützpunkt können Orte der Begegnung verstanden werden. Hier sollen Angebote des täglichen Lebens in gebündelten Leistungen mit informationstechnischer Hilfe modellhaft zur Verfügung gestellt, erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Den Bürgern werden damit zeitaufwendige und lange Laufwege abgenommen. Dadurch stehen Informationen, Beratung und Leistung aus einer Hand zur Verfügung. „Ich freue mich sehr über das Interesse der Samtgemeinde Uelsen, den virtuellen Dorfmarktplatz der Dorfgemeinschaft 2.0 mit den digitalen Angeboten erproben zu wollen“, so der Geschäftsführer der Gesundheitsregion EUREGIO, Thomas Nerlinger, und ergänzt: „Wir danken Bürgermeister Hajo Bosch sowie den Uelsener Akteuren für die tatkräftige Unterstützung. “

Ab dem 01. April 2020 wird die Dorfgemeinschaft 2.0 die Erprobung des virtuellen Dorfmarktplatzes in dem Satellitenstützpunkt Uelsen durchführen.

Ziel des virtuellen Dorfmarktplatzes ist es die Dorfgemeinschaft mit digitalen Angeboten zu verbinden und somit den Zusammenhalt und die Kommunikation in der Dorfgemeinschaft zu stärken. Der virtuelle Dorfmarktplatz ist mit den vier Lebensräumen: Gesundheit & Pflege, Mobilität, Versorgung und Wohnen der Dorfgemeinschaft 2.0 abgebildet. Externe Anbieter wie zum Beispiel, Vitabook, I.T. Out mit ihrer Anwendung (Widget) „Mein Zuhause“ und die Deutsche Arzt AG, präsentieren sich mit ihrer Anwendung ebenfalls auf dem virtuellen Dorfmarktplatz (vDM) und schaffen somit eine Transparenz zwischen den einzelnen Lebensräumen. Weitere Funktionen wie zum Beispiel, ein „Dorfschnack“ mit Informationen aus Uelsen werden jedem zugänglich gemacht. „Wir möchten die Chance nutzen und unseren Bürgerinnen und Bürgern dieses neue Angebot der Interaktion gerne ermöglichen,“ betonte der Samtgemeindebürgermeister Hajo Bosch.

Mit Unterstützung und wissenschaftlicher Expertise der Mitarbeiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Unternehmensrechnung des Projektpartners Universität Osnabrück, wurde im Vorfeld eine Live – Präsentation der Funktionalitäten und Widgets dieser zukünftig von den Bürgerinnen und Bürgern genutzten Kommunikations- und Informationsplattform, dem neuen Samtgemeindebürgermeister Hajo Bosch und den weiteren im Rat vertretenen Fraktionsvorsitzenden vorgestellt. „Wir möchten unsere Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen und für eine niederschwellige Digitalisierung sensibilisieren,“ betonte der Projektkoordinator Jonas Roosmann. Wichtig bei der praktischen Erprobung ist es, dass es den Bürgerinnen und Bürgern ohne große technische Vorkenntnisse möglich ist, den virtuellen Dorfmarktplatz nutzen zu können. Des Weiteren wird eine Person in dem Projekt eingestellt, die die Kommunikationsplattform vor Ort betreut. Fabian Strothmann aus Uelsen wird als Ansprechpartner fungieren, erste technische Anfragen lösen und Inhalte auf dem virtuellen Dorfmarktplatz bereitstellen. „Auch ein virtueller Dorfmarktplatz lebt von den Menschen. Nur wenn Sie dieses Angebot annehmen, wird sich das Angebot noch attraktiver gestalten,“ so der Samtgemeindebürgermeister Hajo Bosch. Wichtig ist, dass es sich hierbei um eine Erprobung handelt. „Sollten Probleme auftreten oder ihnen etwas nicht gefallen, dann sprechen Sie uns gerne an. Wir möchten den virtuellen Dorfmarktplatz mit Ihnen zusammen verbessern,“ so der Projektkoordinator Jonas Roosmann abschließend.

Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 mit neuem Projektkoordinator

Geschäftsführer Thomas Nerlinger, der bis zum 01.10.2019 Projektleiter im Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 war, ist nach vier Jahren als Projektleiter Grafschaft Bentheim/Emsland in das Projekt „Regionales Pflegekompetenzzentrum (ReKo)“ gewechselt. „Das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0 ist unserer Gesundheitsregion EUREGIO eine Herzensangelegenheit. Daher freue ich mich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit und wünsche Jonas viel Erfolg in seiner neuen Herausforderung,“ so Nerlinger.

Jonas Roosmann ist seit dem 15.08.2018 im Team der Gesundheitsregion EUREGIO e.V. und fungierte bisher als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0. Seine Aufgabenschwerpunkte und Tätigkeiten bezogen sich auf die Lebensräume Wohnen, Versorgung und Mobilität. Durch seine kontinuierlich gute Arbeit und Expertise wurde er am 01.10.2019 zur neuen Projektleitung ernannt. Aufgrund seiner schnellen Einarbeitung konnte Jonas sich in den drei Lebensräumen schnell zurechtfinden und die Fortschritte im Projekt maßgeblich zum Erfolg bringen. Der vierte Lebensraum Gesundheit und Pflege ist für Jonas Roosmann ebenfalls ein wichtiger Baustein im Projekt, den er in seiner täglichen Arbeit mit einbindet. „Wir möchten als gesamtes Projektkonsortium unsere gesteckten Ziele erreichen und so ein Angebot für die Menschen in unserer Region schaffen,“ so Roosmann.

„Die ganzheitliche Sicht und sein gutes Netzwerk in der Region Grafschaft Bentheim und dem Emsland, sowie sein Interesse an neuen innovativen Lösungen zu arbeiten, helfen Jonas dabei das Projekt mit großem Engagement zum Erfolg zu bringen,“ so der Geschäftsführer der Gesundheitsregion EUREGIO, Thomas Nerlinger. Das gesamte Team der Gesundheitsregion EUREGIO freut sich auf die gemeinsame Zeit und wünscht Dir viel Erfolg.

Gesundheitsregion EUREGIO will Digitalisierung für gesundheitliche Versorgung nutzen

Gesundheitsregion EUREGIO will Digitalisierung für gesundheitliche Versorgung nutzen

Stegemann: „Digitalisierung der gesundheitlichen Versorgung in ländlichen Räumen nutzen“

Berlin. Der Bundestag hat am Donnerstag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD ein Gesetz für mehr Digitalisierung im Gesundheitswesen beschlossen. Das sogenannte Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht eine Reihe von Maßnahmen vor und soll die Versorgung so signifikant verbessern.  „Die Digitalisierung bietet große Chancen für unser Gesundheitswesen“, begrüßt der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann den gestrigen Beschluss.

Die Digitalisierung ist in unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Online-Banking, kontakt-loses Bezahlen beim Einkaufen, Urlaubsbuchungen im Internet, OpenR@thaus-Angebote, elektronische Steuererklärungen, Sprach- und Videoanrufe per App oder der Abruf und das Teilen von Dateien und Fotos im Netz. Nun soll auch das deutsche Gesundheitswesen von den technischen Möglichkeiten profitieren.

Patientinnen und Patienten sollen künftig Gesundheits-Apps auf Kassenrezept nutzen können. Diese erinnern beispielsweise an die pünktliche Einnahme von Medikamenten oder helfen dabei, Blutzuckerwerte zu dokumentieren. Voraussetzung ist eine erfolgreiche Prüfung auf Datensicherheit, Datenschutz und Funktionalität. Ebenso wird es für Patienten leichter möglich sein, Onlinesprechstunden von Ärzten zu nutzen. Der Deutsche Ärztetag hatte 2018 den Weg für Telemedizin geebnet, indem er das Fernbehandlungsverbot lockerte. Die elektronische Patientenakte soll möglichst bald flächendeckend eingeführt werden. Des Weiteren werden Apotheken und Kliniken verpflichtet, sich an die sogenannte Telematik-Infrastruktur anzuschließen, über die die Gesundheitsdaten dann nahtlos weitergegeben werden können. Daten sollen digital erfasst, der Betrieb digital verwaltet, Arztbriefe per Mail übermittelt werden. Arztpraxen und Kliniken sollen so künftig weitestgehend ohne Papier arbeiten können. Hebammen und Physiotherapeuten sowie Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen können sich freiwillig an das Datennetz anschließen lassen. Damit die Forschung künftig Gesundheitsdaten besser nutzen kann, wird eine zentrale Gesundheits-datenbank geschaffen. In ihr sollen – pseudonymisiert – die Informationen von 73 Millionen gesetzlich Versicherten erfasst werden: Personendaten wie Alter und Geschlecht, Informationen zum Versicherungsverhältnis, zum Leistungsbezug und zum Gesundheitsstatus. Die Daten können laut DVG nur von Behörden, Forschungseinrichtungen oder Universitätskliniken genutzt werden. Die Industrie wird als Nutznießerin nicht erwähnt.

„Die nun beschlossenen Maßnahmen können einen erheblichen Beitrag dazu leisten, die gesundheitliche Versorgung in der Fläche zu sichern“, ist sich Stegemann sicher und verspricht sich durch die neuen gesetzlichen Regelungen eine dauerhaft bessere Versorgung für Patienten auch im Emsland und der Grafschaft.

„Es wird höchste Zeit, dass die Gesundheitsversorgung in Deutschland digitaler und damit patientenfreundlicher wird. Wir freuen uns über den politischen Rückenwind aus Berlin“, so Thomas Nerlinger, Geschäftsführer, Vorstand und Projektleiter bei der Gesundheitsregion EUREGIO und ergänzt: „Wir haben mit unseren 170 Vereinsmitgliedern schon vor Jahren die Chance der Digitalisierung bei der Lösung der Versorgungsprobleme in unserer ländlichen Region in den Blick genommen. So starteten wir in 2015 das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0. Hinzu kam vor einem Jahr das Projekt Apotheke 2.0. Vor einem Monat der Projektstart unseres vierjährigen Projektes Regionales Pflegekompetenzzentrum (ReKo) beim länderübergreifenden Gesundheitsgipfel vor knapp 300 Gästen im Beisein von Gesundheitsminister Spahn und MdB Albert Stegemann. Nun haben wir die Chance, bürokratische Hürden abzubauen, die Patientenrechte zu stärken und Innovationen zu nutzen. Faxe, Rezepte, Arztbriefe und Krankmeldungen auf Papier gehören somit hoffentlich bald der Vergangenheit an. Mit unseren Projektleuchttürmen sind wir länderübergreifend Vorreiter unserer Region und untersuchen darüber hinaus die positiven Effekte der Digitalisierung durch unsere Forschungspartner.“

Dem stimmt Christoph Almering, Vorstandsmitglied der Gesundheitsregion EUREGIO und Geschäftsführer des EUREGIO-Zweckverbandes mit 129 Kommunen und deren 3,4 Millionen Einwohnern zu: „Ohne Digitalisierung und ohne telemedizinische Instrumente werden wir die Versorgung der Menschen dauerhaft nicht mehr hinbekommen. Das wissen alle. Wir sollten die Chancen, die es gibt und die uns das neue DVG bietet, nutzen, und wir sollten uns in unserer Region noch stärker über die Grenze hinweg austauschen, weil wir gerade auf dem Gebiet der Gesundheit und der Medizin enorm voneinander profitieren können.“

„Die Forschung erhält künftig ganz neue Möglichkeiten durch Längsschnittanalysen, durch Analysen von Behandlungsabläufen oder dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Big Data zu fundierteren Erkenntnissen zu gelangen und so bspw. Krankheitsverläufe und die Wirkung von Therapien sowie das Entstehen von Folgeerkrankungen bei Patienten mit chronischen Krankheiten wie z.B.  bei den mehr als 6 Millionen Diabetikern in Deutschland besser zu verstehen. Zudem können wirksamere und personalisierte Therapiemöglichkeiten entwickelt werden sowie Krankheiten präziser und schneller diagnostiziert werden“, freut sich Prof. Dr. Frank Teuteberg, Leiter des Fachgebiets Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik an der Universität Osnabrück über das Digitale-Versorgung-Gesetz. „Datenschutz und Ethik dürfen wir dabei aber nicht aus dem Auge verlieren“, ergänzt Prof. Teuteberg. „Für unsere aktuellen Projekte ReKo, Apotheke 2.0 sowie Dorfgemeinschaft 2.0 ist das DVG eine große Erleichterung, für zukünftige Projekte insbesondere im Bereich Künstlicher Intelligenz, Big Data und Präzisionsmedizin sowie der Entwicklung digitaler Ökosysteme zur sektorenübergreifenden Vernetzung der Akteure in der Gesundheitsversorgung ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten.“

Weitere Informationen unter:

www.gesundheitsregion-euregio.eu

www.dorfgemeinschaft20.de

www.apotheke20.de

www.rekopflege.de

Dorfgemeinschaft 2.0 präsentiert erstmals Virtuellen Dorfmarktplatz (VDM)

Dorfgemeinschaft 2.0 präsentiert erstmals  Virtuellen Dorfmarktplatz (VDM)

Am 01. Oktober war es endlich soweit, die Dorfgemeinschaft 2.0 präsentierte erstmals dem Fachpublikum ihren Virtuellen Dorfmarktplatz auf dem „Länderübergreifenden Gesundheitsgipfel“ im Nordhorner NINO – HOCHBAU.

Mit Unterstützung und wissenschaftlicher Expertise der Mitarbeiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Unternehmensrechnung des Projektpartners Universität Osnabrück, wurde den interessierten Teilnehmern eine Live – Präsentation der Funktionalitäten und Widgets dieser zukünftig von den Bürgerinnen und Bürgern genutzten Kommunikations- und Informationsplattform vorgeführt. Der Projektpartner ENO Telecom GmbH und die Firma Expert aus Nordhorn haben für diesen Anlass ein „Megapad“ (siehe Foto) als Leihgerät zur Verfügung gestellt. Durch diesen Präsentationsbildschirm war kein weiterer Laptop nötig, da der smarte Fernseher über eine Internet- und Touchfunktion verfügt, sodass jegliche Anwendungen direkt am Bildschirm gezeigt werden konnten.

Im Zuge des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0, werden eine oder mehrere Pilotkommunen in der Modellregion Grafschaft Bentheim / Südliches Emsland mit der praktischen Umsetzung und Erprobung des VDM eingebunden. Wichtig bei der praktischen Erprobung ist es, dass es den Bürgerinnen und Bürgern ohne große technische Vorkenntnisse möglich ist, den VDM nutzen zu können. Ziel dieser Plattform ist es die Dorfgemeinschaft mit digitalen Angeboten zu verbinden und somit den Zusammenhalt und die Kommunikation in der Dorfgemeinschaft zu stärken. Der VDM ist mit den vier Lebensräumen: Gesundheit & Pflege, Mobilität, Versorgung und Wohnen der Dorfgemeinschaft 2.0 abgebildet. Externe Anbieter wie zum Beispiel, Vitabook, I.T. Out mit ihrem Widget „Mein Zuhause“ und die Deutsche Arzt AG, präsentieren sich mit ihren Widgets ebenfalls auf dem VDM und schaffen somit eine Transparenz zwischen den einzelnen Lebensräumen. Weitere Funktionen wie zum Beispiel, ein „Dorffunk“ oder „ein schwarzes Brett“ befinden sich noch in der Umsetzungsphase.

Nach einer Ausarbeitung einer Kommunikations- und Launch Strategie und einer umfassenden Service- und Beratungsstruktur soll der virtuelle Dorfmarktplatz in den kommenden sechs Monaten in Zusammenarbeit mit den Pilotkommunen der Dorfgemeinschaft 2.0 erprobt und im Anschluss evaluiert werden.

„Dorfgemeinschaft 2.0 ein professionelles Netzwerk“

„Dorfgemeinschaft 2.0 ein professionelles Netzwerk“

Samtgemeindebürgermeisterin Kösters begrüßt Forschungsteam

Am 04.09.2019 traf sich das Projektkonsortium der Dorfgemeinschaft 2.0 im Haus Ringerbrüggen in Emlichheim. In der „guten Stube“ der Samtgemeinde Emlichheim fand das Quartalstreffen des Forschungsprojektes statt, welches sich alle drei Monate zusammenfindet. „Ich verstehe Dorfgemeinschaft 2.0 als ein Netzwerk von Experten in Bezug auf pflegerische und versorgungstechnische Fragen,“ so die Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters im Zuge ihrer Begrüßung.

Thomas Nerlinger, Projektleiter und Initiator der Dorfgemeinschaft 2.0, bedankte sich für die Gastfreundschaft und die hohe Einsatzbereitschaft bei der Samtgemeinde Emlichheim. „Geben Sie diesen Dank bitte auch an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter,“ so Nerlinger. Das Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 hat in dem Satellitenstützpunkt Emlichheim den Schwerpunkt auf das Thema Pflege gesetzt. Prof. Dr. Stefanie Seeling (Pflegewissenschaft an der Hochschule Osnabrück, Campus Lingen) und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Britta Blotenberg haben zusammen mit dem Mehrgenerationhaus Senfkorn und dem Team des Mehrgenerationenhauses Senfkorn neue Strukturen in der pflegerischen Versorgung geschaffen. Hierbei werden präventive Hausbesuche bei 75 Probanden durchgeführt und Aufklärungsgespräche abgehalten, um die stationäre Pflege so weit wie möglich nach hinten zu verlagern.

Nach der Begrüßung stellte Pascal Meier (Wirtschaftsinformatiker der Universität Osnabrück) den Anwesenden den virtuellen Dorfmarktplatz vor, der den Pilotkommunen im Rahmen einer Erprobung und wissenschaftlichen Evaluation zur Verfügung gestellt werden wird.

Dieser wird beispielsweise für die Samtgemeinde Emlichheim personalisiert bereitgestellt, sodass registrierte Nutzer künftig die eingestellten Neuigkeiten aus der Samtgemeinde abrufen und zeitgleich interaktiv mit anderen Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt treten können. Des Weiteren wird eine Chatfunktion angeboten und eine Nutzung des vom Verbundpartner Eno telecom GmbH & IT Out GmbH entwickelten Widgets (Widget = App) „Mein Zuhause“ wäre im Rahmen einer Testphase nutzbar.

Dabei sollen Sensoren im Haus über Aktivitäten informieren und somit Abnormalitäten aufdecken. Zudem könne durch die SmartHome-Technologie Menschen mit Einschränkungen und deren Angehörigen mehr Sicherheit gegeben werden. Das SmartHome Starter Set „Mein Zuhause“ ist hier unterstützend tätig und informiert über ein Ereignismanagement die zuvor definierten Personen bzw. Angehörigen über auftretende Unregelmäßigkeiten. Diese Entwicklung aus dem Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 heraus ist als App konfiguriert und somit auf allen Endgeräten nutzbar, um Sensorik im Haus zu nutzen und gleichzeitig alle Angehörigen über die Aktivitäten zu informieren. „Ein niederschwelliges Angebot ist wichtig, um die älterwerdende Bevölkerung und Angehörigen bedarfsgerecht abzuholen,“ betonte Jonas Roosmann. So kann zum Beispiel erkannt werden, ob z.B. mein Vater aus dem Bett gestiegen ist oder nicht, seinen gewohnten Lebensrhythmus wie Bad aufsuchen, frühstücken, Wohnbereich aufsuchen oder Haus verlassen für Spaziergang oder Einkäufe verfolgt. Abweichungen hiervon können in Eskalationsstufen von ganz gering „Sohn/Tochter automatisch um Rückruf bitten“ bis hin zum automatischen anfordern des Notarztes, Krankenwagens z.B. bei Sturz gesteuert werden. Dadurch kann eine schnelle Hilfe ohne Aktion des Betroffenen gewährleistet werden und bietet höhere Sicherheit für die zu Hause Lebenden, aber auch für die Angehörigen.

Am 01.10.2019 soll der virtuelle Dorfmarktplatz zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dies erfolgt auf dem Stand des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0 auf der Begleitmesse des „Länderübergreifenden Gesundheitsgipfels: Regionales Pflegekompetenzzentrum – Potenziale gemeinsam heben“, welcher am 01.10.2019, ab 9.00 Uhr im NINO HOCHBAU Kompetenzzentrum Wirtschaft in Nordhorn stattfinden wird. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Hier geht es zur Anmeldung

Samtgemeinde Spelle geht eingeschlagenen Weg weiter

Samtgemeinde Spelle geht eingeschlagenen Weg weiter

Fördermittel in der Zwischenzeit eingeworben

In dem Jahr 2017/2018 hatte sich die Samtgemeinde Spelle auf den Weg gemacht, um die demografischen Veränderungen und Auswirkungen im Bereich Wohnen aufzudecken und diesen zukunftsorientiert zu gestalten. Der Beteiligungs- und Kreativprozess „Wohnen im Alter/Wohnen mit Zukunft“ wurde unter der fachlichen Leitung des Wohnexperten Dr. Dieter Sudbrink (pro Systems GmbH), des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0 und dem Bundesverband Initiative 50Plus durchgeführt und offenbarte vor allem bei der älteren Generation einen umfassenden Informations- und Beratungsbedarf.

Im Mittelpunkt des jetzt geplanten Prozesses steht die zukunftsorientierte Nutzung von Bestandsimmobilien in Spelle. Hierzu soll eine kooperative Zusammenarbeit von ortsansässigen Unternehmen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gefördert werden, um ein Beratungs- und Geschäftsangebot zu schaffen. „Wir möchten eine Lösung aus einer Hand anbieten und somit eine zentrale Anlaufstelle bei Fragen des Umbaus im Bestand schaffen,“ erläuterte der Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Hierfür wurden Gelder beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser – Ems und dem Landkreis Emsland eingeworben. In einem ersten Schritt sollen interessierte Unternehmen angesprochen und zu einer Informationsveranstaltung im November eingeladen werden. „Dabei werden wir auf die Vorteile eines Netzwerkes für die Unternehmen eingehen und die Ziele dieses Prozesses darlegen,“ betonte der wissenschaftliche Mitarbeiter der Dorfgemeinschaft 2.0, Jonas Roosmann. Neben Fragen der Raumkonzepte für die ältere Bevölkerung werden die Raumakustik, das Sicherheitsbedürfnis oder neue Technologien, wie z.B. Smart Home in den Seminaren näher erläutert. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet. Zudem ist eine enge Verzahnung mit der Wohnberatung des Landkreises Emsland vorgesehen. „Dieses Angebot kann der Startschuss sein, um bedarfsgerechte Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Immobilie aufzuzeigen. Die ehrenamtlichen Wohnberater fertigen einen individualisierten Bericht an, der im Anschluss mit den örtlichen Handwerkern besprochen werden kann,“ erläuterte der Koordinator 50Plus und ehrenamtliche Wohnberater, Herbert Schweer.

„Die Schaffung eines Netzwerkes als Anlaufstelle mit hoher Kompetenz bei Fragen des Bauens im Bestand ist für die Generation 50+ ein wirklicher Mehrwert, da sich häufig bei dieser Personengruppe die wohnlichen Bedürfnisse stark verändern, da z.B. die Kinder ausgezogen sind,“ berichtete Gerd Schierenbeck als niedersächsischer Landesvorsitzender des Bundesverbandes Initiative 50Plus.

Neben der Suche nach mitwirkenden Unternehmen wäre eine Immobilie wünschenswert, die im kommenden Jahr umgebaut werden soll und so als eine Art Referenzobjekt für das zu schaffende Netzwerk fungieren könnte. Die Gemeinde Spelle wird die örtlichen Unternehmen anschreiben und zu einer Informationsveranstaltung im November einladen. „Hierzu sind alle Gewerke eingeladen, die sich in diesem Netzwerk engagieren wollen,“ betonten die Organisatoren.

Projektpartner hält Vortrag auf Fachtag der LINGA in Hannover

Projektpartner hält Vortrag auf Fachtag der LINGA in Hannover

I.T. Out GmbH präsentiert SmartHome Starter Set „Mein Zuhause“

Hannover. In der vergangenen Woche wurde unser Projektpartner I.T. Out GmbH des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0 zu dem Fachtag der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) eingeladen. Nach einem Impulsvortrag des Geschäftsführers des Innovationszentrums Niedersachsens, Dr. Maik Plischke zum Thema soziale Innovationen betrat die stellvertretende Vorsitzende der 8.Altersberichtskommission der Bundesregierung, Junior-Prof. Dr. Claudia Müller die Bühne. Hierbei ging sie auf die Zielsetzung des 8.Altersberichtes ein, der sich mit dem Thema „Ältere Menschen und Digitalisierung“ beschäftigen wird. Dieser soll im November diesen Jahres in Berlin vorgestellt werden. Nach den Impulsvorträgen waren vier Fachforen durchgeführt worden. Hans-Peter Nickenig, als Geschäftsführer der I.T. Out GmbH, war als Referent in dem Forum: „Gesundheit, Altern und Digitalisierung“ Ressortübergreifend betrachtet“ eingeladen worden. Die Dorfgemeinschaft 2.0 befasst sich inhaltlich mit den vier definierten Lebensräumen: Gesundheit & Pflege, Mobilität, Versorgung und Wohnen. Gerade der Bereich Wohnen spielt hier eine entscheidende Rolle, da die Firma I.T. Out GmbH in Verbindung mit der ENO telecom GmbH ein SmartHome Starter Set „Mein Zuhause“ präsentierte. „Ziel dieses Produktes ist es den älteren Menschen ein möglichst langes Leben in ihren eigenen vier Wänden zu ermöglichen,“ so Hans-Peter Nickenig. Dabei sollen Sensoren im Haus über Aktivitäten informieren und somit Abnormalitäten aufdecken. Zudem könne durch die SmartHome-Technologie Menschen mit Einschränkungen und deren Angehörigen mehr Sicherheit gegeben werden. Das SmartHome Starter Set „Mein Zuhause“ ist hier unterstützend tätig und informiert über ein Ereignismanagement die zuvor definierten Personen bzw. Angehörigen über auftretende Unregelmäßigkeiten. Diese Entwicklung aus dem Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 heraus ist als App konfiguriert und somit auf allen Endgeräten nutzbar, um Sensorik im Haus zu nutzen und gleichzeitig alle Angehörigen über die Aktivitäten zu informieren. „Ein niederschwelliges Angebot ist wichtig, um die älterwerdende Bevölkerung und Angehörigen bedarfsgerecht abzuholen,“ betonte Jonas Roosmann. So kann zum Beispiel erkannt werden, ob z.B. mein Vater aus dem Bett gestiegen ist oder nicht, seinen gewohnten Lebensrhythmus wie Bad aufsuchen, frühstücken, Wohnbereich aufsuchen oder Haus verlassen für Spaziergang oder Einkäufe verfolgt. Abweichungen hiervon können in Eskalationsstufen von ganz gering „Sohn/Tochter automatisch um Rückruf bitten“ bis hin zum automatischen anfordern des Notarztes, Krankenwagens z.B. bei Sturz gesteuert werden. Dadurch kann eine schnelle Hilfe ohne Aktion des Betroffenen gewährleistet werden und bietet höhere Sicherheit für die zu Hause Lebenden, aber auch für die Angehörigen. Zielsetzung ist es selbst zu entscheiden, welche Bedingungen für das eigene glückliche und sichere Leben in „meinem smarten Zuhause“ wirken sollen. Nachdem die Fachforen beendet waren, sprach die Niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann ein Grußwort an die anwesenden Gäste und warb für eine intersektorale Zusammenarbeit. Gerade hierdurch werden Innovationen gefördert, betonte die Ministerin. Frau Ann-Kathrin Kempter von der Digitalagentur Niedersachsen machte deutlich, dass gerade die Nachhaltigkeit von Projekten mehr in den Vordergrund gerückt werden sollte, um die Ergebnisse aus den einzelnen Projekten auch langfristig zu sichern.